Die Gründung des Deutschen Fernsehpreises
1998 wurde der deutsche Fernsehpreis von den Fernsehanstalten ARD, RTL, Sat.1 und ZDF gegründet und im Jahre 1999 erstmals vergeben. Die bis dahin bestehenden Fernsehpreise "TeleStar"(ARD) und "Der Goldene Löwe" (RTL) wurden aufgelassen und sind in den deutschen Fernsehpreis integriert worden.
Der deutsche Fernsehpreis wird durchgeführt und getragen von der deutschen Fernsehpreis GmbH, wobei die Geschäftsführer wechseln und von einem ebenfalls wechselnden Beirat unterstützt werden. Das sog. Statut ist das Kernstück des deutschen Fernsehpreises. Hier werden die Rahmenbedingungen festgelegt, die Gremien und die Auswahlkriterien bestimmt.
Wie wurde der Deutsche Fernsehpreis reformiert?
Seit Gründung des deutschen Fernsehpreises hat sich sowohl die TV-Landschaft als auch die Sehgewohnheiten erheblich verändert. Bei der Verleihung der letzten Jahre hatte der Fernsehfilm ein deutliches Übergewicht. Die Schwerpunke im Programm haben sich aber verschoben. So gewinnen Bereiche wie Information, Dokumentation, Unterhaltung und Comedy immer mehr an Bedutung. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die die Einbindung des Publikums. Der Publikumspreis wird für die beste Daily-Soap bzw. Telenovela vergeben. Das Voting kann über eine eigene Homepage erfolgen. Das Kategoriensystem wurde grundlegend umgestaltet. Um den Werk- und Teamgedanken zu stärken wurden die personalen Kategorien weitgehend abgeschafft und durch Kategorien der Fernsehformate ersetzt. Um die persönlichen Ehrungen aufrecht erhalten zu können, wurden Sonderpreise geschaffen. Besonders der Wegafall der Auszeichnungen für die besten Nebendarsteller, beste Regie, den besten Schnitt, die beste Kamera, die beste Musik, die beste Ausstattung usw. stieß bei den Fernsehmachern auf Ablehung. Der Verband Deutscher Drehbuchautoren, die Verwertungsgesellchschaft GEMA und der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler machten ihren Unmut über die geänderten Bedingungen medienwirksam und unmissverständlich deutlich.
Trotz vieler kritischer Stimmen anläßlich der Verleihung 2010, ergibt sich doch ein positiver Ausblick für die nächsten Jahre. Die Verantwortlichen haben erkannt, daß die deutsche Fensehlandschaft nicht ohne einen entsprechenden Preis auskommt. Die Konzepte der 90iger sind sicher nicht geeignet den neuen Herausforderugen gerecht zu werden.